Quer einstieg - Der Ratgeber für's Quereinsteigen

Scheitern als Chance – Quereinstieg als Lösung

Probleme in Beruf und Studium gibt es immer. Doch was, wenn Probleme zu Misserfolgen, Unzufriedenheit, Entlassung oder Studienabbruch führen? Wie lassen sich Niederlagen verkraften und noch wichtiger: wie lassen sich Vorteile daraus ziehen? Viele Menschen sehen es als persönliches Scheitern, wenn sie entlassen werden. Das gleiche gilt für Studenten, die ihr Studium abbrechen ohne einen Abschluss zu erlangen.

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Mit einem Misserfolg richtig umgehen. Foto: Uta Herbert / pixelio.de

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In beiden Fällen fühlen sich die Betroffenen oft überfordert und stehen von vielen Unsicherheiten: Wie mit der Situation umgehen? Wie eine neue Arbeit finden? Hier gilt zu bedenken, dass im allgemeinen der Beruf zum Leben dazugehört. Viel mehr als das, Menschen identifizieren sich zu einem großen Teil über ihre Arbeit. Fällt dieser Bereich der Persönlichkeit weg, dann fehlt etwas – und zwar viel mehr als der Lohn. Wer im Beruf scheitert, schiebt die Schuld oftmals sich alleine zu. In der Gesellschaft ist das berufliche Scheitern tabuisiert, der Erfolg im Beruf ist die Maxime. Dabei liegen im Scheitern Chancen für Arbeitnehmer: unter anderem die, den Quereinstieg zu wagen.

Scheitern = Erfolg

Scheitern ist tatsächlich eine Grundlage für erfolgreiches Handeln. Wer nie Rückschläge erlebt, ist im Beruf nicht zwangsläufig erfolgreich, denn dafür ist das Verständnis, wie Erfolg überhaupt funktioniert, von großer Bedeutung. Den Misserfolg zu verheimlichen ist dabei der falsche Weg. Analysieren Sie stattdessen die Gründe für den Rückschlag. Oftmals sind diese in der falschen Berufwahl zu finden. Nutzen Sie die Chance als Quereinsteiger in eine neue Karriere zu starten, die Ihnen besser liegt. Sobald Sie verstehen, weswegen sie gescheitert sind, können Sie aktiv dagegen angehen.

Die moderne Arbeitswelt wird stetig komplexer, womit auch die Möglichkeit des Scheiterns zunehmen. Das gilt für Berufstätige im gleichen Maße wie auch für Studenten. Statistisch gesehen bringt etwa jeder fünfte sein Studiums nicht zu Ende. Auch hier liegt das zumeist an den hohen Prüfungsanforderungen und am Leistungsdruck.

Quereinsteiger? Abgelehnt!

Als Quereinsteiger gibt es aber noch andere Arten der Niederlage: die Ablehnung. Bewerben Sie sich als fachfremdes Personal, werden Sie oftmals nicht erfolgreich damit sein. Da kann es schnell passieren, dass Sie die Motivation und den Glauben an sich selbst verlieren. Denken Sie daran, dass es Quereinsteiger generell schwerer haben und es länger dauert, bis sie mit ihrer Bewerbung Erfolg haben und Ihren Traumberuf finden. Denken Sie auch daran, dass Sie diesen Weg gehen müssen, um der Unzufriedenheit in Ihrem angelernten Beruf zu entfliehen. Wichtig ist deshalb auch das Vertrauen in Sie selbst und Ihre beruflichen Entscheidungen. Es nützt Ihnen nichts aufgrund eines Misserfolges selbstmitleidig und untätig zu werden, sondern nutzen Sie jedes Scheitern als Chance. Jede Absage gibt Ihnen ein Stück weit Aufschluss darüber was Sie verändern und somit verbessern können.

Perfektion

Ein Grund, warum Ziele scheitern, sind zu hohe Erwartungen und das Verlangen nach Perfektion. Gerade als Quereinsteiger müssen Sie sich damit abfinden, dass Perfektion nicht existiert. Ihnen werden immer gewisse Anforderungen fehlen, die Sie sich erst einmal erarbeiten müssen. Es kann passieren, dass Sie Ihre erste Stelle als Quereinsteiger nicht behalten. Ein Quereinstieg, unabhängig davon wie sorgfältig er geplant ist, birgt immer auch ein Risiko. Doch dieses besteht in der gesamten Arbeitswelt. Ob Sie den Beruf gelernt oder Quereinsteiger sind, die Gefahr den Job zu verlieren besteht immer. Genauso sieht es mit Fehlern aus, die Sie machen werden. Auch hierbei ist es unerheblich, ob Sie quer eingestiegen sind oder den Beruf gelernt haben. Fehler sind essenziell um dazuzulernen und letztlich Erfolg zu haben.

Dennoch gehört es auch dazu Niederlagen zu verkraften. Stürzen Sie sich danach nicht einfach in etwas Neues hinein. Analysieren Sie, was genau schief gelaufen ist und wie Sie daran arbeiten können. Flüchten Sie nicht vor Ihren Problemen – auch nicht vor Unzufriedenheit im Beruf. Nehmen Sie nicht nur die unmittelbare Niederlage in Augenschein, sondern die Gesamtsituation. Es liegt selten nur an einem Projekt, oder einem Problem, das gerade erst aufgetreten ist. Teilweise liegt es Wochen oder sogar Monate zurück. In manchen Fällen sogar Jahre. Denken Sie aber nicht nur an Ihre Misserfolge, sondern auch an Erfolge, die Sie in Ihrem Beruf erreicht haben. Je mehr Sie diese miteinbeziehen, desto leichter ist es auch sich wieder zu motivieren und das Scheitern als Chance zu nutzen.

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