Quer einstieg - Der Ratgeber für's Quereinsteigen

Vorstellungsgespräch für Quereinsteiger

Auch wenn sie andere Qualifikationen mitbringen – Quereinsteiger, die diese Tatsache geschickt verkaufen, haben gute Chancen im Vorstellungsgespräch. Wer weiß, wo seine Stärken liegen, kann seine Talente überzeugend präsentieren. Das gilt für normale Bewerber ebenso wie für Fachfremde. Letztere sollten vor dem entscheidenden Gespräch unbedingt eine Selbstanalyse betreiben, damit der Branchenwechsel erfolgreich ist.

Schachfiguren

Vorstellungsgespräch für Quereinsteiger. Foto: dinolino/pixelio.de

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Zu diesem Zweck sollten Sie sich Fragen stellen wie: Welche Projekte habe ich bereits erfolgreich abgeschlossen? Welche Herausforderungen habe ich meistern können? Am Ende sollte dem Personaler nicht eine lange Liste mit allgemeinen, durchschnittlichen Fähigkeiten präsentiert werden, sondern einige besondere Kompetenzen und Talente. Das Wunschunternehmen soll davon überzeugt werden, dass der Quereinsteiger in bestimmten Dingen überdurchschnittlich gut ist, die für die entsprechende Stelle von Vorteil sind.

Schließlich sollte sich auch auf eventuelle Fragen im Vorstellungsgespräch gut vorbereitet werden. So erhalten Personaler auf Fragen wie „Warum haben Sie sich gerade für unser Unternehmen entschieden?“ oft Standardantworten wie „berufliche Möglichkeiten“ und „Innovationsstärke“. Diese Floskeln sind allgemein bekannt und werden gern mit Fangfragen hinterfragt, um die tatsächliche Motivation zu erfahren. Quereinsteiger können das zu ihrem Vorteil nutzen: Ihre Motivation in eine andere Branche oder einen anderen Beruf zu wechseln, ist in der Regel an sich bereits überzeugend – ihre Antworten sind daher meist nicht pauschal, sondern ehrlich. Dies ist eine gute Voraussetzung für ein offenes und ehrliches Vorstellungsgespräch und ein späteres Arbeitsverhältnis – das wissen auch die Personaler.

Besonders gut vorbereiten sollten sich Quereinsteiger außerdem auf Fragen wie „Warum möchten Sie das Berufsfeld wechseln?“. Hier sollte mit offenen Karten gespielt werden. Der Vorteil von Quereinsteigern ist, dass sie sich über ihren Werdegang und den bevorstehenden Berufswechsel bereits viele Gedanken gemacht haben. Es sollte unbedingt deutlich werden, dass der Wechsel das Resultat sorgfältiger Überlegungen ist und die neue Position viel mehr der persönlichen Begabung entspricht. Vorsicht geboten ist außerdem bei der Frage: „Was gefällt Ihnen an der derzeitigen Tätigkeit nicht?“. Auf keinen Fall sollte an dieser Stelle über den aktuellen Arbeitgeber hergezogen werden. Wer die Firma schlechtredet, gilt als jemand, der später auch über den neuen Arbeitgeber lästern könnte. Stattdessen sollte argumentiert werden, es gäbe in dem Unternehmen keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr und um mehr dazulernen und eine größere Verantwortung zu übernehmen sei dieser Wechsel notwendig.

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