Quer einstieg - Der Ratgeber für's Quereinsteigen

Per Initiativbewerbung zum Quereinstieg

Arbeitssuchende Quereinsteiger sollten nicht den Kopf hängen lassen, wenn der Arbeitsmarkt gerade keine passenden Stellenausschreibungen für sie hergibt. Stattdessen ist Eigeninitiative gefragt. Quereinsteiger sollten selbst aktiv werden und sich auf gut Glück beim Wunschunternehmen initiativ bewerben oder ein Stellengesuch aufgeben. Wer dabei einige Regeln beachtet, kann durchaus auf interessante Angebote stoßen.

Man schreibt mit Stift

Per Initiativbewerbung zum Quereinstieg. Foto: Jorma Bork/pixelio.de

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Berufswahl

Zunächst sollten sich Quereinsteiger bewusst fragen, welchen Job sie gerne ausüben wollen. Wer sein Hobby zum Beruf machen möchte, sollte vorsichtig sein: Die Wunschvorstellungen ähneln meistens nicht der Realität. Eine konkrete Vorstellung von dem künftigen Beruf ist da schon von Vorteil. Da ein Quereinstieg kein leichtes Unterfangen ist, sollten sich quer einsteigende Initiativbewerber vorab sicher sein, auf welche Stellen sie sich genau bewerben wollen.

Bevor sich Quereinsteiger an die Bewerbung setzen, sollten sie gewisse Fragen beantworten: Was will ich konkret machen, wie stelle ich mir die Arbeit in der Branche bzw. dem Beruf vor, wieso will ich mich beruflich verändern und gibt es Hindernisse? Habe ich genug Kenntnisse und Fähigkeiten für diese Stelle? Die Berufsvorstellungen zu prüfen ist von äußerster Wichtigkeit. Gerade bei Initiativbewerbungen, bei denen Ihre Bewerbung die Einzige ist, die bei dem Unternehmen eingeht und dementsprechend ausführlich behandelt wird, gilt es die Chance der Aufmerksamkeit zu nutzen und mit einer guten, auf das Unternehmen abgestimmte Bewerbung zu glänzen.

Solche Informationen erhalten angehende Quereinsteiger beispielsweise bei Berufs- und Branchenverbänden oder von Menschen, die bereits in der Branche oder dem Beruf arbeiten. Dabei sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass dies subjektive Erfahrungen einer Person sein können. Ein deutlicheres Bild vom Arbeitsalltag können Sie sich verschaffen, indem Sie einen Tag zur Probe arbeiten oder ein Praktikum absolvieren. Diese „Praxiserfahrung“ lässt sich auch in Hinblick auf eine Bewerbung verwerten. Gerade als Quereinsteiger zeigen Sie Einsatzwillen und können vorab unter Beweis stellen, dass Sie sich trotz mangelnder Kenntnisse für die Stelle eignen.

Initiativbewerbung – Augenmerk auf Quereinsteiger

Für Quereinsteiger besteht prinzipiell die Schwierigkeit, dass Personaler ihre Bewerbung überhaupt zur Kenntnis nehmen müssen. Eine Bewerbung, die fachlich nicht passt, geht im Bewerbungsstapel unter, wenn sie nicht auf besondere Art die Neugier des Personalers weckt oder Überzeugungsarbeit leistet. So sollten Bewerber sich umfangreich über das Unternehmen informieren und am besten mehr wissen, als die Mitarbeiter, die dort bereits arbeiten. Weil Quereinsteiger bei ihrer Neuorientierung ohnehin viele Informationen beschaffen müssen, können sie mit diesem Wissen im Bewerbungsprozess punkten. Die wichtigsten Fakten sollten am besten in einer Mappe festgehalten werden.

Ist der richtige Ansprechpartner in dem Wunschberuf ausfindig gemacht, steht Ihnen nichts mehr im Weg die Initiativbewerbung anzugehen. Der Vorteil dieser Art der Bewerbung liegt vor allem darin, dass Sie sich weder an einem Stellenprofil messen lassen, noch andere, vielleicht besser qualifizierte Bewerber, ausstechen müssen. Bewerben Sie sich initiativ, dann ist Ihre Bewerbung, die einzige die beim Personaler auf dem Tisch liegt. Auch Online-Bewerbung, die initiativ versendet werden, versprechen Erfolg. Hier gilt es ebenfalls, eine aussagekräftige Bewerbung am besten mit Arbeitsproben zu senden. Bevor Sie eine Bewerbung aussenden, unabhängig davon ob Sie dies auf dem postalen oder dem elektronischen Weg tun, informieren Sie sich genaustens darüber an wen Sie sich am besten wenden können. Landet Ihre Initiativbewerbung an der falschen Stelle, dann sind die Chancen gleich null, dass sie beachtet wird und Sie den Job bekommen.

Wartezeit

Zu den Kompetenzen eines Quereinsteigers sollten vor allem auch Geduld und Flexibilität zählen. Denn auch mit einer Initiativbewerbung sind die Chancen als Quereinsteiger realistisch betrachtet geringer als mit einer regulären Ausbildung. Daher heißt es auch nach dem Versenden dem Initiativschreiben erst einmal abwarten. Sie können nicht erwarten innerhalb kürzester Zeit eine Rückmeldung zu erhalten. Außerdem sind auch die Erfolgschancen nicht grundsätzlich als hoch einzuschätzen. Dennoch bringt Sie jede Initiativbewerbung bei einem Unternehmen ins Gespräch. Das bedeutet auch, dass Sie Kontakte in dem Beruf und in der Branche knüpfen können. Diese sind sehr nützlich und helfen Ihnen letztlich auch als Quereinsteiger eine Stelle zu finden.

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