Quer einstieg - Der Ratgeber für's Quereinsteigen

Mit Motivation und Durchhaltevermögen zum Quereinstieg

Im Vergleich mit klassischen Bewerbern müssen Quereinsteiger mehr Durchhaltevermögen und Motivation unter Beweis stellen. Gerade der Aufholprozess bei Qualifikation und Wissen kostet Kraft.

Es liegt an Ihnen, sich so weit in einen fremden Beruf einzuarbeiten, dass Sie trotz der nicht optimalen Voraussetzungen beim Quereinstieg Erfolge erzielen können – und der Arbeitgeber Sie einstellt. Das Engagement und die Selbstmotivation eines Quereinsteigers sind dabei entscheidend.

Beine eines Marathonläufers

Mit Motivation und Durchhaltevermögen zum Quereinstieg. Foto: Petra Bork/pixelio.de

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Entscheidungen treffen

Es gibt viele gute Gründe für einen Quereinstieg. Um am Ball zu bleiben und den neuen Traumberuf nicht aufzugeben, ist es elementar, sich intensiv mit dem „Warum“ zu beschäftigen. Selbstzweifel, Unsicherheit und ständige Selbstmotivation gehören zu einem Quereinstieg dazu. Haben Sie sich für den Weg der beruflichen Neuorientierung entschieden, sollten Sie sich über die Hürden und Probleme im Klaren sein – genauso wie über die guten Gründe und die Motivation für den Quereinstieg.

Oftmals erfolgt der Wunsch nach beruflicher Veränderung aufgrund von Unzufriedenheit im aktuellen Job. Hier ist zu entscheiden, ob es mit dem tatsächlichen Interesse an der Tätigkeit zusammenhängt oder aber mit anderen Komponenten. Die Motivationspsychologie spricht davon, sich immer ein positives Ziel zu setzen. Ein solches ist etwa der Wunsch sich einer neuen Herausforderung zu stellen oder endlich in seinem Traumberuf anzufangen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einem Berufswechsel wegen Unzufriedenheit um ein negatives Ziel.

Motivation entschlüsselt

Wer in jungen Jahren eine falsche berufliche Entscheidung getroffen hat, kann diese noch immer revidieren. Den Traumberuf als Quereinsteiger noch zu ergattern ist zwar mühsam, aber nicht unmöglich. Unabdingbar ist jedoch Selbstmotivation. Quereinsteiger sollten in ihrer Bewerbung den unbedingten Willen zum Wechseln deutlich machen, denn Personaler suchen nach den Gründen, weswegen Sie einen Berufswechsel in eine andere Branche anpeilen, und wollen wissen, wie Sie zu dieser beruflichen Entscheidung gelangt sind. Den Willen werden Sie nur aufzeigen, wenn Sie die Motivation auch tatsächlich spüren. Analysieren Sie, ob die Tätigkeit, die Sie als Traumberuf sehen, auch wirklich noch immer Ihrer aktuellen Lage entspricht – oder Sie etwa einem Phantom hinterherjagen. Wechseln Sie trotz allem aufgrund von beruflicher Unzufriedenheit, fragen Sie sich, weshalb sie unglücklich sind, da Sie ansonsten Gefahr laufen in einer ähnlichen Situation zu landen. Bedenken Sie immer, dass die Motivation für den Quereinstieg in einen neuen Beruf keine Flucht- oder Ersatzhandlung darstellt.

Halten sie durch!

Für einen Quereinsteiger ist es nicht ungewöhnlich, länger nach einer Stelle zu suchen – deswegen ist die ständige Selbstmotivation auch so wichtig. Selbst wenn Sie eine Arbeit gefunden haben, ist der neue Beruf oft mit Mehrarbeit verbunden. Nicht selten kommt es vor, dass das Wochenende oder die Freizeit genutzt wird, um Bücher zu lesen und sich Wissen anzueignen, Schulungen zu besuchen oder sich anderweitig fortzubilden. Auch arbeiten Quereinsteiger häufig länger als andere Mitarbeiter.

Als Quereinsteiger müssen Sie sich in der neuen Umgebung erst einmal beweisen. Oft wird dabei erwartet, dass Sie sogar bessere Leistungen erbringen als andere Mitarbeiter. Lassen Sie sich nicht davon abhalten Ihren Traumberuf auszuüben, wenn Sie diesen einmal gefunden haben. Spüren Sie, dass die Unsicherheit nach dem Quereinstieg anhält und Sie die Selbstzweifel nicht abschütteln können, dann fragen Sie sich erneut, ob der Beruf tatsächlich der richtige für Sie ist. Es ist wichtig, dass Sie sich mit Ihren Gefühlen auseinandersetzen. Nicht immer ist Ihr Weg auch der richtige und je früher Sie das erkennen desto besser. Die richtige Motivation macht einen erfolgreichen Quereinsteiger!

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