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Quereinstieg in die IT

Gute Nachrichten für Computerinteressierte: Im IT-Bereich besteht ein Fachkräftemangel – Unternehmen investieren daher immer mehr in die IT-Weiterbildung, die gute Jobperspektiven ermöglicht. Wer die Voraussetzungen erfüllt und bereit ist, alle nötigen Kenntnisse zu erwerben, hat gute Chancen, eine interessante Stelle zu finden.

Voraussetzungen für den Quereinstieg in die IT-Branche

Wer als Quereinsteiger in die IT-Branche gelangen will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Umschulung viel Arbeit bedeutet. Dabei ist besonders Eigeninitiative und Flexibilität gefragt, um in der technisch orientierten Branche immer auf dem neuesten Stand zu sein, und wer erfolgreich sein will, muss viel Zeit zum Lernen einplanen. Weiterhin vorausgesetzt sind die Fähigkeit, logisch-analytisch zu denken sowie ein gewisses Organisationstalent.

Diagramm zur Qualifikation von IT-Spezialisten

Infografik: Die Grafik zeigt auf welche Qualifikationen bei IT-Spezialisten besonders gefragt sind. Quereinsteiger haben es schwerer als Ausgebildete. Quelle: BITKOM

Der Weg zum IT-Beruf

Als Quereinsteiger sollten Sie versuchen, Jobs zu finden, die niedrige Einstellungsvoraussetzungen aufweisen, dazu gehören beispielsweise Positionen wie Call-Center-Agent oder Helpdesk-Mitarbeiter. Wichtig ist dabei, dass Sie sich von Beginn an darüber im Klaren sind, wohin der Weg führen soll. Eine Möglichkeit des Quereinstiegs ist die kurz- und mittelfristige Qualifizierung, die von einem Unternehmen selbst oder in Kooperation mit Bildungsinstituten angeboten wird. Ein Anbieter ist zum Beispiel der Personaldienstleister DIS AG mit seinem Geschäftsbereich Information Technology. Unter dem Motto „Zukunft IT“ wird im Rahmen eines bundesweiten Programms Mitarbeitern und geeigneten Bewerbern ermöglicht, sich weiterzubilden, entweder kurzfristig über eine Zertifizierung oder langfristig im Rahmen einer Fachausbildung oder eines begleitenden IT-Studiums.

Eine weitere Möglichkeit ist das Arbeitszeitmodell des IT-Beratungsunternehmens Itemis, das den Mitarbeitern regelmäßigen Freiraum für ihr individuelles Training schafft. Nach dem System „Vier + Eins“ sollen die Mitarbeiter dabei einen Tag pro Woche abseits vom Tagesgeschäft für Fortbildungen und Forschungsprojekte nutzen oder wahlweise an einem selbstgewählten Open-Source-Projekt mitwirken. Das Angebot, das allen Mitarbeitern zur Verfügung steht, wird mittlerweile sogar arbeitsvertraglich fixiert – Voraussetzung ist jedoch, dass sich ein thematischer Bezug der sogenannten Kreativzeit zur Arbeit herstellen lässt.

Chancen für IT-Quereinsteiger


Es ist nahezu unmöglich, eine Branche zu finden, die ohne EDV auskommt – IT-Fachleute sind seit Jahren gefragte Arbeitskräfte und dieser Umstand wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Wer technisch interessiert ist und den Umgang mit Computern nicht scheut, dem ist eine Umschulung im IT-Bereich sehr zu empfehlen. Arbeitsplätze gibt es zum Beispiel in großen Firmen, die eine eigene EDV-Abteilung haben, oder auch bei IT-Firmen selbst. Einsatzbereiche finden sich in der Programmierung, System- oder Anwenderbetreuung – der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist immer vorhanden und das Spektrum von Einsatzmöglichkeiten nach der Umschulung groß. Wahlweise können Sie sich an eine Personalvermittlung wenden, die Ihnen bei der Vermittlung hilft. Viele IT-Betriebe setzen auf Headhunter um geeignete Mitarbeiter zu finden.

Quereinstieg in der Gastronomie

Bewerber sollten sich allerdings bewusst sein, dass in dieser Branche kein Reichtum zu verdienen ist. Häufig werden 400-Euro-Jobs oder weniger vergeben. Die üblichen Verdienstmöglichkeiten für Mitarbeiter in diesem Gewerbe liegen zwischen 5 und 10 Euro die Stunde brutto. Zudem erhalten die Servicekräfte meistens noch Trinkgeld, welches dann unter der ganzen Belegschaft aufgeteilt wird.

Quereinstieg in der Systemgastronomie

In der Systemgastronomie ist der Verdienst besser zu kalkulieren. Hier liegt der Stundenlohn bei 7 oder 8 Euro. Ein großer Vorteil ist, dass sich die Systemgastronomie durch standardisierte und vereinheitlichte Organisationsstrukturen definiert. Sie bietet feste Arbeitsverträge und ein festes Monatsgehalt. Zur Systemgastronomie gehören nicht nur Fastfood-oder Kaffeeketten wie McDonald’s, Burger King oder Kentucky, sondern auch Mischbetriebe wie Pizza Hut und Vapiano, die auch Full-Service-Elemente verwenden. Zu den Fullservice-Restaurants oder Kaffee-Häusern gehören Maredo, Block House, Cafe Extrablatt und ALEX. Zudem gibt es auch noch Lieferunternehmen mit einem Home-Delivery. Auch hier finden Quereinsteiger eine passende Anstellungsmöglichkeit. Desweiteren bieten Ketten, die Nicht-Essbares vertreiben, in ihren Filialen gastronomische Produkte an. Tankstellen stellen ebenfalls Quereinsteiger ein, häufig jedoch zu sehr niedrigen Gehältern.

Quereinstieg bei Hotels

Als Küchenhilfe oder Frühstückskraft in Hotels kann ohne Probleme quer eingestiegen werden. Für rund 5 Euro die Stunde brutto ist auch der Beruf als Nachtportier denkbar. Handelt es sich dabei um einen reinen Wachdienst, sind die Hotels flexibel. Ferner ist eine Hotelfachausbildung oder Berufserfahrung im Hotel notwendig. Auch am Empfang können Quereinsteiger tätig sein. Doch ist diese Arbeit sehr anspruchsvoll, da viele Arbeitgeber Kenntnisse in dem Softwareprogramm „Fidelio“ verlangen. Nachtportiers und Empfangskräfte müssen darüber hinaus mindestens über recht gute Englischkenntnisse verfügen.

Quereinstieg in der Freizeitbranche

In der Freizeitbranche kann etwa als Kinomitarbeiter, Spielhallenaufsicht, Garderobenmitarbeiter, Besucherbetreuer oder Ticketverkäufer eingestiegen werden. Relativ gute Verdienstmöglichkeiten bietet das Berufsbild des Croupiers in Casinos, die in manchen Casinos über eine interne Kurzschulung unterwiesen werden.

Für das Gastgewerbe sind Schicht- und Wochenendarbeit fast immer unabdingbar. Als Ausnahme sind lediglich Jobs in Kantinen zu nennen, welche aus diesem Grund auch schwerer zu erhalten sind. Außerdem verlangt fast jeder Arbeitgeber im Gast- und Reisegewerbe von seinen Bewerbern die Vorlage eines reinen Führungszeugnisses, da der Umgang mit Geld und Kassentätigkeiten meist dazugehört. Desweiteren erfordert der berufliche Umgang mit essbaren Produkten die Vorlage einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Entwicklungsmöglichkeiten

Eine Beförderung ist in vielen Betrieben der Gast-und Reisebranche sehr oft möglich. Besonders wenn Mitarbeiter Führungsqualitäten vorweisen und fachlich überzeugen können. Der übliche Beförderungsweg ist vom Schichtleiter zum Teamleiter, bis hin zum Filialleiter. Qualifizieren sich die Quereinsteiger durch eine entsprechende Ausbildung weiter, stehen die Türen zum höheren Management offen.

Quereinstieg in die Altenpflege

Durch eine Weiterbildung, die innerhalb von nur einem Jahr absolviert werden kann, können auch Fachfremde oder Arbeitslose einen schnellen Einstieg in die Pflegebranche schaffen.

Attraktives Berufsfeld für Quereinsteiger

Der Pflegebereich bietet gerade Arbeitslosen ein attraktives Berufsangebot. Zwischen 2000 und 2003 kamen circa 40.000 Arbeitslose, die eine berufliche Weiterbildung im Pflegebereich absolvierten, in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung unter. Damit liegt der Pflegebereich rund 28 Prozent über dem Durchschnitt aller Fördermaßnahmen. Typischer Umschulungsberuf ist hierbei entweder Schwesternhelferin oder Pflegehelfer.

Eine Schwesternhelferin arbeitet in erster Linie in Krankenhäusern sowie Alten- und Altenpflegeheimen. Zudem arbeitet sie in Einrichtungen zur Eingliederung und Pflege von behinderten Menschen, bei ambulanten sozialen Diensten und in Privathaushalten. In den Krankenhäusern entlastet sie wiederum die Pflegekräfte auf den Stationen durch ihre Mithilfe bei der Pflege und Versorgung der Patienten und Patientinnen. So hilft sie zum Beispiel beim umbetten der Patienten und Patientinnen. Sie entsorgt verschmutzte Vorlagen, reinigt die Bettpfannen und entsorgt Windelhosen und Kathederbeutel. Außerdem kann sie zur Entlastung der Rettungsdienstfachkräfte, bei den Einsätzen des Rettungsdienstes und bei Krankentransporten eingesetzt werden. In privaten Haushalten übernimmt sie ebenfalls die Pflege von hilfs- oder pflegebedürftigen Menschen. Das heißt, sie hilft bei der täglichen Körperpflege und begleitet die Patienten und Patientinnen zur Toilette. Außerdem hilft sie beim An- und Auskleiden und achtet auf die Einnahme der ärztlich verordneten Medikamente. Ihr Einkommen bzw. Stundenlohn hängt von der Berufserfahrung ab.

Berufsfeld geht über reine Pflegeleistung hinaus

Die Aufgaben eines Pflegehelfers beschränken sich nicht nur auf Pflege von Personen. Vielmehr stehen sie den von ihnen Betreuten in allen lebenspraktischen Tätigkeiten zur Seite. Sie führen schwerpunktmäßig praktische Tätigkeiten der Grundpflege aus und helfen beim Waschen, Anziehen, bei der Nahrungsaufnahme und versorgen bettlägerige Menschen. Ebenso sind aber sie aber auch in der Förderung von Mobilität und Beweglichkeit ihrer Patienten tätig und unterstützen diese bei der Freizeitgestaltung. Zudem übernehmen sie hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Pflegehelfer dokumentieren die durchgeführten Pflegemaßnahmen in entsprechenden Protokollen und Gesundheitsbögen und arbeiten, je nach Einsatzort, mit anderem Pflegepersonal zusammen.

Der Malteser Hilfsdienst, aber auch der die Johanniter-Unfall-Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz bieten eine Grundqualifizierung zur Schwesternhelferin oder zum Pflegehelfer an. Diese dauert im Durchschnitt zwischen 110 und 300 Stunden. Dabei müssen die Teilnehmer aber beachten, dass die Qualifizierung nicht staatlich anerkannt ist und sie keinen Beruf erlernen, sondern auch in Zukunft als Hilfskraft arbeiten und nicht tariflich vergütet werden.